Hospiz St. Elisabeth
Sie sind hier: Startseite » Aktuell

02.12.2011 RN



Kostenlose Ausbildung

Hospitz sucht ehrenamtliche Helfer

WESTRICH
Sie ist eine Expertin in einem Thema, an das sich kaum jemand herantraut. "Die Ehrenamtlichen machen die Hintergrundmusik in einem Hospiz aus und geben den Gästen das Gefühl, zuhause zu sein", versichert Petra Strößner vom Förderverein des St. Elisabeth-Hospiz an der Bockenfelder Straße 237.

Die 53-Jährige beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Thema Sterbe- und Trauerbegleitung. Für das neue Hospiz, das im Mai nächsten Jahres eröffnet werden soll, ist sie derzeit noch auf der Suche nach Ehrenamtlichen. Niemand müsse Berührungsängste haben, denn die Interessierten erhielten eine kostenlose Ausbildung zum Hospizmitarbeiter.

Die einzige Voraussetzung, die wichtig sei, fasst sie in einem Satz zusammen: "Der Ehrenamtliche muss über ein gewisses Maß an Empathie verfügen. Also im Stande sein, seine eigenen Gefühle wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen." Denn nur mit einer offenen Haltung könne er sich auf die emotionalen Bedürfnisse der Gäste einstellen.

Vier Betätigungsfelder

Gesucht würden freiwillige Helfer für vier verschiedene Betätigungsfelder, wie die Sterbe- und Trauerbegleiterin erklärt: "Da ist zuerst der Erstkontakt zum Gast zu nennen." Da dieser Moment von starker Emotionalität geprägt ist, seien dafür ganz besonders einfühlsame Personen am besten geeignet.

Benötigt wird aber auch Hilfe in der Hauswirtschaft, sprich für die Zubereitung, aber auch das Anreichen der Speisen. Häufig könnten Hospiz-Gäste die Nahrung jedoch nicht ohne zu kleckern zu sich nehmen. "Das sollten die Ehrenamtlichen gut aushalten können."

Besondere Herausforderung

Ganz wichtig seien aber auch Personen, die den Gästen eigentlich "nur" Gesellschaft leisten aber dadurch, dass sie stets die Augen offen hielten, das festangestellte Personal entlasteten. "Sie sollten sehen, wenn dem Gast ein Getränk fehlt, die Bettunterlage feucht ist, oder er starke Schmerzen hat."

Eine besondere Herausforderung sei aber auch die Betreuung der Angehörigen im Todesfall. "Es ist ganz unterschiedlich, wie die mit dem Tod des geliebten Menschen umgehen", weiß Petra Strößner. "Das reicht von tiefer Trauer bis hin zu Vorwürfen". In jedem Fall brauchten sie aber einen zuverlässigen Ansprechpartner. Und das muss nicht immer verbal sein. "Häufig reicht auch eine einfache Umarmung, um den Schmerz zu lindern."



Wer sich für ein ehrenamtliches Engagement im St. Elisabeth Hospiz interessiert, wendet sich bitte Petra Strößner unter Tel. 2 06 12 12 oder 0151/52 22 53 81.